Sicher unterwegs: Erste-Hilfe-Grundlagen für Bergwanderer

Packe sterile Kompressen, elastische Binde, Dreieckstuch, Pflaster, Blasenpflaster, Rettungsdecke, Einmalhandschuhe, Pinzette, Schmerzmittel und deine persönliche Medikation ein. Bewahre alles griffbereit und wasserdicht auf, damit du im kalten Wind nicht suchen musst.

Vorbereitung: Der Notfall beginnt lange vor dem Gipfel

Speichere 112 als EU-Notruf und trage deine ICE-Informationen sichtbar. Lade Offline-Karten, aktiviere Standortfreigabe und notiere Koordinatenformate deiner App. So übermittelst du der Bergrettung schnell präzise Positionen, wenn jede Minute zählt.

Vorbereitung: Der Notfall beginnt lange vor dem Gipfel

Verstauchungen und Stürze sicher managen

Pause, Eis, Compression, Hochlagern: Entlaste sofort, kühle mit Schnee oder Kühlpack, lege eine elastische Binde an und lagere das Bein hoch. Beobachte Schwellung und Schmerz, dokumentiere Zeiten und entscheide anschließend über einen vorsichtigen Abstieg.

Wunden versorgen, Blutungen stoppen

Ziehe Handschuhe an, übe direkten Druck mit steriler Kompresse, fixiere mit Binde und kontrolliere die Blutung. Lege bei Bedarf einen zweiten Druckpunkt darüber. Prüfe regelmäßig Durchblutung distal und vermeide übermäßige Enge bei langen Abstiegen.

Wunden versorgen, Blutungen stoppen

Spüle oberflächliche Wunden mit sauberem Wasser, entferne sichtbaren Schmutz vorsichtig und decke mit sterilen Kompressen ab. Nutze ein mildes Desinfektionsmittel, beobachte Rötung und Wärme, und denke an deinen Tetanusschutz. Dokumentiere Zeitpunkt und Maßnahmen.

Dehydrierung und Hitzebelastung erkennen

Achte auf Kopfschmerz, Schwindel, Muskelkrämpfe, dunklen Urin und heiße, trockene Haut. Kühle aktiv im Schatten, trinke schluckweise, lockere Kleidung und befeuchte Nacken. Plane Elektrolyte ein und meide belastende Aufstiege in der Mittagshitze.

Unterkühlung sanft behandeln

Schirme vor Wind, ersetze nasse Kleidung, umhülle mit Rettungsdecke und Isolationsschicht. Bewege betroffene Personen behutsam, keine hektischen Gesten. Süße, warme Getränke nur bei wachem Zustand. Überwache Vigilanz und warte auf Hilfe, wenn nötig.

Gewittertaktik am Berg

Beobachte Wolken, zähle Sekunden zwischen Blitz und Donner, meide Grate und Einzelbäume. Hocke mit eng zusammenstehenden Füßen auf isolierendem Untergrund. Warte mindestens 30 Minuten nach dem letzten Donner. Erzähle uns deine Gewitter-Erfahrungen und Lernerfolge.

Frühe Zeichen der akuten Bergkrankheit

Achte ab etwa 2.500 Metern auf Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel, Schlafprobleme und Leistungseinbruch. Steige nicht weiter auf, ruhe, trinke, beobachte engmaschig. Wenn Beschwerden zunehmen, sofort absteigen—der Berg läuft nicht weg.

Lungen- und Höhenhirnödem erkennen

Warnzeichen sind Husten, Atemnot in Ruhe, rasselnde Atmung, Gangunsicherheit, Verwirrtheit. Keine Zeit verlieren: Abstieg, Sauerstoff falls verfügbar, warme Umgebung, Notruf. Berichte anonymisiert über Fälle, damit andere aus echten Erfahrungen lernen.

Kommunikation und Rettung koordinieren

Notruf effizient absetzen

Nutze 112, nenne Wer, Was, Wo, Wie viele, Welche Verletzungen, Wetter, Zugang. Halte Telefon warm, schalte Energiesparmodus ein und bleibe erreichbar. Ein ruhiger, strukturierter Anruf erspart Rückfragen und beschleunigt die Alarmierung.

Alpines Notsignal und Sichtbarkeit

Sechs optische oder akustische Signale pro Minute, eine Minute Pause, wiederholen. Antwort sind drei Signale pro Minute. Mache dich sichtbar mit Farbe, Licht, reflektierenden Flächen—aber sichere dich stets vor Steinschlag und Rotorwind.

Nachsorge und Lernen

Nach dem Einsatz: wärmen, trinken, dokumentieren, psychisch unterstützen. Analysiere Entscheidungen, aktualisiere deine Ausrüstungsliste, teile Learnings mit Freundinnen und Freunden. Abonniere unseren Blog, um Checklisten und Fallbeispiele direkt zu erhalten.
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